Welche Bedeutung hat Wasser in den Religionen?

Ein Christ, erhält die Taufe. Dabei schüttet man Wasser über seinen Kopf, seine schlechten Taten werden weggewaschen. | Jastrow (2006)

Wasser ist in allen Religionen etwas besonders wichtiges. Die Geschichten der Entstehung der Welt beschäftigen sich oft auch mit dem Wasser. Alle Menschen wissen, wie wichtig Wasser für sie ist. Deshalb ist Wasser für viele Menschen auch etwas Göttliches, oder zumindest etwas, das Gott ihnen gegeben hat.

Wasser kann nicht nur den Körper reinigen, sondern auch die Seele. Um Christ zu werden, wird man mit Wasser getauft. Zur Zeit von Jesus wurde dem Täufling nicht nur etwas Wasser über den Kopf gegossen, sondern er wurde gänzlich untergetaucht.

Im Judentum spielen Bäder zur Reinigung ebenfalls eine wichtige Rolle. Nach bestimmten Ereignissen oder vor großen Festen gibt es genau vorgeschriebene Reinigungsrituale.

Im Islam braucht es eine besondere Waschung, bevor man die Moschee betreten darf. Für den Propheten Mohammed war Wasser besonders wichtig. Er sagte, jeder Mensch sollte drei Dinge haben: Wasser, Feuer und Weideland.

Im Hinduismus gibt es sogar einen heiligen Fluss, den Ganges. Er ist nach der Göttin Ganga benannt. Im Ganges reinigen sich die Gläubigen. Wer kann, schüttet die Asche der Verstorbenen in den Ganges.

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