Sinkt das Grundwasser, versickern Bäche und Flüsse und verschmutzen das Trinkwasser

© Universität Koblenz-Landau / Hans Jürgen Hahn | Die ausgetrocknete Dreisam, westlich von Freiburg. Das Wasser ist den sinkenden Grundwasserständen gefolgt und im Untergrund versickert.

In Deutschland und weltweit führt der Klimawandel regional zu sinkenden Grundwasserständen. Ist der unterirdische Wasserpegel niedrig, gelangt belastetes Oberflächenwasser aus Bächen und Flüssen vermehrt ins Grundwasser. Die Folge: Unser Trinkwasser und die Grundwasserökosysteme sind gefährdet, das Mengenproblem wird damit auch zu einem Güteproblem.

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Wieviel Salz gibt es im Wasser?

Auf dieser Karte erkennt man den Salzgehalt des Wassers. Lila bedeutet wenig Salz, rot bedeutet viel Salz.

Plumbago – Own work | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Süßwasser enthält weniger als ein Gramm Salz pro Liter Wasser. So kann man es trinken, ohne davon Durst zu bekommen. Außer im Meer haben sich alle Tiere und Pflanzen an Süßwasser gewöhnt. Ohne Süßwasser können sie nicht leben. Anders ist es allenfalls an der Küste oder in Flussmündungen.

Meerwasser enthält etwa 35 Gramm Salz pro Liter Wasser. Wenn man das trinkt, bekommt man Durst. Aber nicht alle Meere haben gleich viel Salz im Wasser. Im Mittelmeer zum Beispiel sammelt sich mehr Salz an, weil immer Meerwasser nachströmt und dort verdunstet. Das Salz bleibt zurück. Das Tote Meer hat gar keinen Abfluss und enthält etwa 350 Gramm Salz pro Liter Wasser. Die Ostsee hingegen enthält höchstens zwanzig Gramm Salz pro Liter, weil dort viele Flüsse münden.

„Halb-salziges“ Wasser nennt man Brackwasser. Man trifft es vor allem in Flussmündungen an, wo Ebbe und Flut stark wirken. Dies geschieht zum Beispiel in der Elbe, im Rhein oder in der Themse in London. In den Tropen gibt es ebenfalls große Gebiete mit Brackwasser. Dort gibt es Mangroven. So nennt man das ganze Gebiet oder die einzelnen Bäume, die sich an das Brackwasser gewöhnt haben.

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Welche Bedeutung hat Wasser in den Religionen?

Ein Christ, erhält die Taufe. Dabei schüttet man Wasser über seinen Kopf, seine schlechten Taten werden weggewaschen. | Jastrow (2006)

Wasser ist in allen Religionen etwas besonders wichtiges. Die Geschichten der Entstehung der Welt beschäftigen sich oft auch mit dem Wasser. Alle Menschen wissen, wie wichtig Wasser für sie ist. Deshalb ist Wasser für viele Menschen auch etwas Göttliches, oder zumindest etwas, das Gott ihnen gegeben hat.

Wasser kann nicht nur den Körper reinigen, sondern auch die Seele. Um Christ zu werden, wird man mit Wasser getauft. Zur Zeit von Jesus wurde dem Täufling nicht nur etwas Wasser über den Kopf gegossen, sondern er wurde gänzlich untergetaucht.

Im Judentum spielen Bäder zur Reinigung ebenfalls eine wichtige Rolle. Nach bestimmten Ereignissen oder vor großen Festen gibt es genau vorgeschriebene Reinigungsrituale.

Im Islam braucht es eine besondere Waschung, bevor man die Moschee betreten darf. Für den Propheten Mohammed war Wasser besonders wichtig. Er sagte, jeder Mensch sollte drei Dinge haben: Wasser, Feuer und Weideland.

Im Hinduismus gibt es sogar einen heiligen Fluss, den Ganges. Er ist nach der Göttin Ganga benannt. Im Ganges reinigen sich die Gläubigen. Wer kann, schüttet die Asche der Verstorbenen in den Ganges.

Quelle: KLEXIKON | Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wasser ist wertvoll

Auf der Erde gibt es sehr viel Wasser. Das meiste davon ist allerdings Salzwasser. Nur 3% sind  Wasser das man trinken kann. Der größte Teil davon ist im Eis an den Polen gespeichert. Nur ein sehr kleiner Teil des Wassers liegt so vor, dass wir Menschen es als Trinkwasser verwenden können. Man versucht daher, möglichst viel in Seen und künstlichen Reservoiren zu speichern. Trotzdem haben die Menschen in vielen Regionen der Erde keinen Zugang zu sauberem Wasser.